So wenig Sport genügt, um das Sterberisiko zu senken

Laut australischer Wissenschaftler senkt auch wenig Sport das Sterberisiko.

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Foto: djile/fotolia.com

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Sport macht fit und hält gesund. Ob joggen, walken oder Fitnessstudio – es kostet Überwindung, aktiv zu werden. Vielen Sportwilligen fehlt es auch oft an Zeit.
Forscher der University of Sydney beruhigen nun: Auch wenn man nicht die von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlene Trainingsdauer einhält, kann man das Todesrisiko von Herz-Kreislauferkrankungen sowie Krebs senken. Die WHO empfiehlt 150 Minuten pro Woche Sport mit moderater Intensität oder zumindest 75 Minuten pro Woche ein sehr intensives Training. Die Australier veröffentlichten die Studie im „JAMA Internal Medicine“ Magazin.

Das haben die Wissenschaftler herausgefunden

Das Sterberisiko von unzureichend Aktiven, sogenannten „Wochenend-Kämpfern“ und regelmäßig Aktiven im Vergleich zu denjenigen, die gänzlich auf Sport verzichten. Von „Wochenend-Kämpfern“ spricht man bei Menschen, die ihr gesamtes Workout an ein oder zwei Tagen in der Woche absolvieren.

Allgemeines Sterberisiko im Vergleich zu Menschen, die keinen Sport betreiben:
Bei unzureichend Aktiven um 31 % niedriger
Bei „Wochenend-Kämpfern“ um 30 % niedriger
Bei regelmäßig Aktiven um 35 % niedriger

Sterberisiko durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Vergleich zu Menschen, die keinen Sport betreiben:
Bei unzureichend Aktiven um 37 % niedriger
Bei „Wochenend-Kämpfern“ um 37 % niedriger
Bei regelmäßig Aktiven um 41 % niedriger

Sterberisiko durch Krebserkrankungen im Vergleich zu Menschen, die keinen Sport betreiben:
Bei unzureichend Aktiven um 14 % niedriger
Bei „Wochenend-Kämpfern“ um 18 % niedriger
Bei regelmäßig Aktiven um 21 % niedriger

„Die Ergebnisse bestätigen also, dass nicht nur die regelmäßig Aktiven, sondern auch Menschen, die sich zwar unzureichend, aber immerhin etwas bewegen sowie die ,Wochenend-Kämpfer‘ ein geringeres Sterberisiko vorweisen“, so Prof. Emmanuel Stamatakis, Hauptautor der Studie. Zugleich zeigen die Zahlen aber auch, dass regelmäßiger Sport immer noch am besten ist.

Es sei beruhigend zu wissen, dass bereits wenige sportliche Aktivitäten das Sterberisiko senken – auch wenn man nicht die offiziell empfohlene Trainingsdauer erreicht. Um jedoch von optimalen Gesundheitsbedingungen zu profitieren, sollte man sich trotzdem an die Empfehlungen für sportliche Aktivitäten halten und zu versuchen, die Ziele zu erreichen oder auch zu übertreffen, so Stamatakis.

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